Am 10. Januar bestritten die Gewichtheber des KSV Kitzingen ihren ersten Wettkampf in den neuen Räumlichkeiten im Sickergrund. Nicht nur die Sporthalle ist neu. Nach der Auflösung der Sparte bei der Kraftmühle hat sich die Hebergemeinschaft Kitzingen/Würzburg neu formiert und startet nun wieder als KSV Kitzingen in der laufenden Frankenliga-Saison.
Am Samstag kam es direkt zum Spitzenduell: Tabellenführer AC 82 Schweinfurt II gegen den zweitplatzierten KSV Kitzingen. Die Schweinfurter Mannschaft ging mit 9:0 Punkten und einer leicht höheren Maximalleistung ins Rennen. Sie verstärkten sich durch Ersatzheber aus der 2.Bundesliga-Mannschaft, die an diesem Tag wettkampffrei war. Der KSV Kitzingen trat mit Michaela Kohmann, Sophia Schramm, Isaac Shim, Dominik Pfab, Willy Derleder sowie dem Duo Thomas Stöhr (Reißen) und Urs Scheffner (Stoßen) an.
Im Reißen konnte Kitzingen zunächst mithalten und lag zeitweise in Führung. Doch die schweren Hebungen von Martach (99 kg), Reusch (100 kg) und Neusteuer (110 kg) brachten Schweinfurt uneinholbar nach vorn. Auch die drei starken Versuche von Isaac Shim der 88kg reißen konnte und die 95kg von Dominik Pfab im dritten Versuch konnten den Rückstand nicht mehr verkürzen.
Im Stoßen setzte Thomas Stöhr aus, während Urs Scheffner mit 120 kg die höchste Last für Kitzingen bewältigte. Michaela Kohmann zeigte an diesem Tag besonderen Kampfgeist. Nach zwei gültigen Versuchen im Reißen absolvierte sie drei weitere im Stoßen gültig und brachte 79 kg zur Hochstrecke. Mit 282 Punkten war sie die beste Heberin des KSV. Der stärkste Athlet des Tages kam jedoch aus Schweinfurt. Der erst 19-jährige Leonard Martach erzielte mit 142 kg im Stoßen und insgesamt 299 Punkten die beste Leistung. Am Ende unterlag der KSV knapp mit 1.317 zu 1.371 Punkten (0:3).
Perfekte Organisation und Ausblick
Trotz der Niederlage war der Wettkampf ein voller Erfolg. Das Helferteam des KSV hatte in den Weihnachtsferien ein neues Stemmbrett gebaut, Trennwände installiert und die EDV modernisiert. Zwei große Monitore und Beamer sorgten dafür, dass die Zuschauer jederzeit bestens über den Stand des Wettkampfs informiert waren. Auch der Kampfrichter, der erstmals ein Tablet für die Wertung nutzte, lobte die Organisation und den reibungslosen Ablauf ohne Zwischenfälle.
Der nächste Wettkampf in Kitzingen findet am 28. Februar im Rahmen der Mastersrunde statt. Bis dahin werden weitere Optimierungen an Einrichtung, Ablauf und Technik vorgenommen, um den Zuschauern und Athleten ein noch besseres Erlebnis zu bieten und die neuen Räumlichkeiten weiter für Wettkämpfe einzurichten.
[Bilder von E.Kaluza]