Deutsche Meisterschaften der Masters 2026

Erneut drei Starter des KSV Kitzingen bei den Deutschen Masters-Meisterschaften

Nach 2023 fanden die Deutschen Masters-Meisterschaften im Gewichtheben erneut in Riesa statt. Die sächsische Sportstadt hatte bereits vor drei Jahren bewiesen, dass die geräumige Sporthalle, die große Wettkampfbühne sowie das erfahrene Organisationsteam in der Lage sind, rund 280 Starterinnen und Starter an vier Wettkampftagen optimal zu betreuen. Auch 2026 machten sich wieder drei Athleten des KSV Kitzingen an drei unterschiedlichen Wettkampftagen auf den Weg zu den Titelkämpfen.

Den Auftakt machte Karl-Heinz Schwenkert, der sich durch die Mastersrunden-Wettkämpfe im Januar und Februar gezielt auf die Deutschen Meisterschaften vorbereitet hatte. Bereits in der ersten Startgruppe am Donnerstag, den 19. März, trat er in der Mastersklasse M75 bis 71 kg Körpergewicht an. Mit 48 kg im Reißen und 58 kg im Stoßen zeigte er eine solide Leistung, auch wenn er selbst nicht ganz zufrieden war. „Vielleicht lag es am frühen Aufstehen“, mutmaßte er, da die Abfahrt in Kitzingen bereits um 3:00 Uhr morgens erfolgte, um rechtzeitig das Einwiegen zu erreichen. Der Vizemeistertitel hinter Jürgen Greiner war ihm dennoch sicher. Greiner erreichte im Zweikampf 33 kg mehr und gilt für Schwenkert seit Jahren als unbesiegbarer Endgegner.

Am darauffolgenden Abend startete Caroline Pröstler in der Frauenklasse W40 bis 69 kg Körpergewicht. Mit sechs Starterinnen war die Klasse gut besetzt, und Pröstler hoffte nach kontinuierlicher Leistungssteigerung im Saisonverlauf auf einen Medaillenrang. Im Reißen begann sie mit einem Gewicht, das 1 kg unter ihrer Last von der Deutschen Meisterschaft 2025 lag. Im zweiten Versuch brachte sie 49 kg sicher zur Hochstrecke und weckte damit Hoffnungen auf eine neue Bestleistung. Der anschließende Versuch an 52 kg misslang jedoch, sodass die 49 kg in die Wertung gingen. Zur Halbzeit lag sie damit auf dem vierten Platz, wodurch eine Aufholjagd im Stoßen notwendig wurde. Nachdem jedoch der zweite Versuch über 69 kg misslang und die Konkurrenz bereits auf deutlich über 70 kg gesteigert hatte, wurde beschlossen, das Gewicht im dritten Versuch zu wiederholen. Dieser gelang, und mit 118 kg im Zweikampf konnte Pröstler ihr Ergebnis gegenüber 2025 um 6 kg steigern. Da jedoch auch die Konkurrenz stärker geworden war, blieb am Ende erneut der undankbare vierte Platz – mit 8 kg Rückstand auf das Podium.

Am Samstag gegen Mittag betrat mit Thomas Stöhr der dritte Kitzinger Athlet die Heberbühne in Riesa. In der Klasse M45 bis 71 kg Körpergewicht trat er ohne direkte Konkurrenz an. Dennoch zeigte er einen engagierten Wettkampf und stellte mit 82 kg im Reißen sowie 95 kg im Stoßen eine neue Saisonbestleistung auf. Lediglich ein Patzer beim letzten Stoßversuch über 98 kg trübte den ansonsten sehr sauberen Wettkampf. Aufgrund der seit Juli 2025 gültigen neuen Gewichtsklassen konnte sich Stöhr zudem mehrere Deutsche Rekorde in seiner Klasse sichern.

Nach drei Wettkampftagen traten die Athleten gemeinsam mit ihren Betreuer Norbert Graber die Heimreise an. Mit den erreichten Platzierungen 1, 2 und 4 zog das Team ein positives Fazit. Alle Starter des KSV Kitzingen gaben ihr Bestes und erzielten die maximal möglichen Platzierungen – entsprechend zufrieden zeigte man sich am Ende mit den gezeigten Leistungen.